Repinique

Auch unter dem Namen Repique bekannt. Meist mit einem Durchmesser von 10'' oder 12''. Die Repinique wurde erst in den 50er Jahren als Ergänzung zu den Tamborims in die  Bateria eingeführt. Man kann sie von der Tonlage her als penetrant bezeichnen,  andere Leute sagen "Tenortrommel" dazu. Das Fell der Repinique ist sehr straff  gespannt, schließlich soll sie mit den Tamborims konkurrieren.

Der  Repiquespieler gibt meistens die Zeichen und spielt neben durchgehenden Patterns  auch die "chamadas" ("calls", Rufe), auf die alle anderen Spieler antworten (response), und die Breaks. Auch Soli werden auf der "Repi" hingelegt, (wenn es unbedingt  sein muss). Normalerweise leitet "die arme Sau" mit der Repinique den Spielablauf  der gesamten Gruppe und muss folglich nicht nur mit seinem Instrument, sondern  auch mit den Widerspenstigkeiten eines fehlenden Arms zum Zeichen geben kämpfen.

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Je nach Rhythmus wird die Repinique mit einem oder zwei Sticks gespielt. Die Spielweise in der Batucada ist: rechte Hand Stick, linke Hand schlägt in Conga-Technik. Die rechte  Hand macht mit dem Stick oft drei Schläge, und die linke lediglich die Synkope  vor dem nächsten Beat.

In Bahia sieht die Sache schon anders aus: hier haben linke wie rechte Hand einen dünnen Stick (Weidenrute, Tamborimpeitsche oder  -stick) in der Hand und spielen wieder Hand-to-Hand (siehe auch Caixa).

Die Repinique  wird mit einem Gurt über der Schulter getragen, oder beim Samba Reggae z. B. an einem Gurt um die Hüfte, der allerdings so lang eingestellt ist, das die Trommel auf Höhe der Knie baumelt, was dann zu interessanten Verfärbungen führen kann,  wenn man mal die Knieschoner daheim hat liegen lassen.


Klangbeispiel