Brasilien ... für viele ein Traum


Das Land von Sonne, Sand und Samba

TänzerinBrasilien ...
ist der flächen- und bevölkerungsmäßig fünftgrösste Staat der Erde und mit über 191 Millionen Einwohnern der bevölkerungsreichste Südamerikas.

„Brasilien“ geht auf den portugiesischen Namen Pau-brasil des Brasilholz-Baumes (Caesalpinia echinata) zurück. „Brasa“ bedeutet im Portugiesischen „Glut“ und „glühende Kohlen“; das Adjektiv „brasil“ („glutartig“) bezieht sich auf die Farbe des Holzes, das, wenn geschnitten, rot leuchtet und in Europa zum Färben von Stoffen benutzt wurde. Diese heute vom Aussterben bedrohte Baumart war zur Zeit der frühen Kolonisation in den Wäldern der brasilianischen Atlantikküste weit verbreitet und ein wichtiges Ausfuhrprodukt der Region.

Die Landschaft ist geprägt von ausgedehnten Regenwäldern des Amazonas- Tieflands im Norden und Hochebenen, Hügeln und Gebirgen im Süden. Während die landwirtschaftliche Basis des Landes in den Savannengebieten des Mittelwestens liegt, lebt der Grossteil der Bevölkerung in der Nähe der Atlantikküste, wo sich auch fast alle Grossstädte befinden.

Brasilien hat zehn Nachbarstaaten. Die gesamte Grenzlänge Brasiliens beträgt 15.887 Kilometer und ist damit nach der Volksrepublik China und Russland die drittlängste Landgrenze der Erde.

Sprache
Brasilien ist das einzige portugiesischsprachige Land Amerikas. Das brasilianische Portugiesisch hat einen eigenen Charakter. Es unterscheidet sich in der Aussprache und durch eine leicht abgewandelte Orthographie und Grammatik von der europäischen Variante. Das (brasilianische) Portugiesisch ist alleinige Amtssprache und für mindestens 97 % der Bevölkerung Muttersprache.

Die Indianersprachen werden nur noch von etwa 0,1 % der Bevölkerung gesprochen, dazu zählen Guaraní, Makú, Tupi und Gês, wobei die letzten beiden vorrangig im Amazonasgebiet verbreitet sind, wo der Einfluss der Europäer gering blieb. In den Küstengegenden sind die Indianersprachen praktisch vollständig verdrängt worden. Insgesamt werden in Brasilien 188 verschiedene Sprachen und Idiome gesprochen.

Samba ...
... bezeichnet einen brasilianischen Musikstil, der zwar meist mit der Stadt Rio de Janeiro in Verbindung gebracht wird, jedoch in unterschiedlichen Ausprägungen in fast ganz Brasilien gespielt und getanzt wird. Es handelt sich also um eine Musik und um einen Tanz. Das Verb sambar bezeichnet zusätzlich auch noch „schwoofen“.

Das weltweit größte Samba-Festival ausserhalb Brasiliens ist das jährlich im Juli stattfindende Samba-Festival Coburg, wie es auch in Deutschland die meisten Samba-(Trommel-) Gruppen ausserhalb Brasiliens gibt.

Samba-Reggae
... entwickelte sich in Salvador da Bahia aus der dortigen Samba-Tradition und Reggae-Einflüssen (z. B. Olodum, Dida, Timbalada, Ilê Aiyê) und wird meistens nicht mehr zu den Samba-Stilen gerechnet.

In den 1970ern entwickelten sich in den ärmsten Stadtteilen von Salvador da Bahia (Brasilien) „Afro Block“-Trommelgruppen. Bands wie Ilê Aiyê und Olodum gründeten sich als politischer Ausdruck von schwarzem Selbstbewusstsein, als Widerstandsform gegen zunehmenden ökonomischen Ausschluss.

„Afro Blocks“ hatten eine mobilisierende Funktion bei Streiks, Kundgebungen und Demonstrationen. Sambareggae ist eine populäre Art des Samba in Brasilien und ist vornehmlich im Bundesstaat Bahia beheimatet. Samba-Reggae ist ein Konglomerat des brasilianischen Samba mit dem jamaikanischen Reggae. Weiter ist die starke Betonung der Rhythmusgruppe typisch, die meistens aus folgenden Instrumenten besteht: Surdo (die Basstrommel), Caixa (das brasilianische Äquivalent zur Snare-Drum), Repinique (eine Tenortrommel), gelegentlich auch Timbal (eine Trommel in konischer Form).

Bands wie etwa Olodum und Timbalada praktizieren Sambareggae seit 20 bis 25 Jahren und erreichen damit ein Millionenpublikum in Brasilien und der Welt. Internationale Aufmerksamkeit fand der Sambareggae spätestens mit Paul Simons Welterfolg „The Obvious Child“ von 1990.

Das fünftgrößte Land der WeltRio

Name: Föderative Republik Brasilien

Hauptstadt: Brasilia

Bevölkerung: 164.000.000 (1996)

Flagge: Das Grün des Grundes symbolisiert Brasiliens Waldreichtum, das Gelb der Raute Brasiliens Reichtum an Gold und anderen Bodenschätzen, die blaue Himmelskugel das Blau des Himmels über Brasilien, die weißen Sterne stehen für die einzelnen Bundesstaaten. Das Schriftband trägt das Motto Ordem e Progresso (Ordnung und Fortschritt)

Staatswappen: Auf einem in den Nationalfarben (grün/gelb) facettierten Stern liegt eine mit dem Sternbild Kreuz des Südens versehene blaue Scheibe, deren Rand mit 27 Sternen (Zahl der Gliedstaaten) besetzt ist. Das Ganze ruht auf einem Kranz aus Kaffee- und Tabakblättern, unterhalb dessen sich der Schriftzug Republica Federativa do Brasil - 15 de novembro de 1889 (Datum der Ausrufung der Republik) befindet. Urwald

Nationalfeiertag: 7.September   (Unabhängigkeitstag, 1822)

Regierungsform: Präsidiale Republik

Währung: Real (EUR 1,00 = 2,69 Real, Stand:  Oktober 2005)

Sprache: Portugiesisch (mit brasilianischen Eigenarten)

Religion: Christentum (85% römisch-katholisch; 11% protestantisch; 4% andere); afrobrasilianische KulteKarneval in Salvador

Fläche: 8.511.996,3 km2

Lage: Östliches Südamerika Klima: äquatorial (Norden), tropisch (Nordosten, Mitte, Südosten) und subtropisch (Süden)

Hauptflüsse: Amazonas, Rio Negro, Sao Francisco, Parana, Juru, Madeira, Purus, Tocantins, Araguaia, Japura, Tapajos

Bevölkerungsreichste Städte: Sao Paulo, Rio de Janeiro, Salvador, Belo Horizonte, Fortaleza, Brasilia, Recife, Curitiba, Porto Alegre, Belem.